Von Harlingen bis Den Helder

Zwischen Nordsee und IJsselmeer

Von Harlingen aus fährt man entlang des Deiches oder parallel dazu auf der Autobahn bis zum Örtchen Zurich. Hier beginnt der Afluitdijk, und wieder eine Geschichte mit Sturmfluten und ehemaligen Hafenorten. In Friesland wurde eine Einbuchtung des Landes immer wieder überschwemmt, besonders die großen Sturmfluten richteten verheerende Schäden an. Uns so wurde das Gebiet durch den Afsluitdijk vor fast hundert Jahren von der Nordsee getrennt. Ursprünglich gab es Pläne, das gesamte Gebiet zu verpoldern und so neues Land zu gewinnen. Mit der zunehmenden Wichtigkeit der Ökologie besann man sich darauf, einen Teil als Binnensee zu belassen, das heutige IJsselmeer entstand. Aber das ist eine andere Geschichte, der wir uns auf einer anderen Seite zuwenden werden.

Wir fahren weiter über den Abschlussdeich und etwa in der Mitte passieren wir eine weitere Grenze zwischen zwei Provinzen. Fryslan ist zu Ende und wir haben Nordholland (Noord-Holland) erreicht. Vorher liegt noch auf der linken Seite das Kazemattenmuseum in Kornwerderzand. Alte Bunkeranlagen aus dem Zweiten Weltkrieg lassen sich hier besichtigen und man bekommt einen interessanten Einblick in die Geschichte der Region während der deutschen Besatzung. Auch auf der ehemaligen Arbeitsinsel Breezanddijk lohnt ein kurzer Stopp. Über die Autobahn führt eine Fußgängerbrücke und man gelangt zum Denkmal, das an die Geschichte des Afsluitdijk und den Bau des Projekts erinnert. Ein Aussichtsturm bietet schöne Ausblicke über das Binnenmeer und die vielen Fotos im kleinen Café interessante Einblicke in die Geschichte des Deiches und seine Entstehung.

Am Ende des Autobahnabschnitts gelangen wir nach Den Oever und verlassen die Autobahn. In Richtung Hippolytushoef geht es weiter auf der N99 über den Amsteldiepdijk nach De Kooy. Unterwegs sieht man auf der rechten Seite den Balgzanddijk und davor den Kanal, der Den Helder mit dem Amstelmeer verbindet.