Groningen

Groningen – Stadt und Land an der Dollard

Es ist die nördöstlichste Provinz der Niederlande, deren Hauptstadt namensgleich ist, Groningen, ein Land und eine Stadt, die mit und für das Wasser leben und gleichermaßen vom Wasser gezeichnet sind. Angrenzend an die Landschaftbilder der tidenbehafteten Nordsee, mit seinem Watt, seinem Meer und seinen Deichen, öffnet die Provinz Groningen ein sehr waldreiches und Marschland. Geprägt und gelernt durch die unzähligen zerstörerischen Sturmfluten der Nordsee, welche im Jahre 1717 selbst vor Weihnachten nicht halt machten, sind ganze Dörfer und Häuser auf sogenannten Warften gebaut.

Wasser und Natur im Einklang



Kanäle und Flusslandschaften, Moor, die Nordsee, sowie eine artenreichen Flora und Fauna sind das Gewand der Provinz Groningen. Während das Zuidlaardermeer und Leekstermeer wegen ihrer Natürlichkeit Heimat von Gänsesängern, Bachstelzen, Rohrdommeln, Weidenbüschen und Erlenwaldflecken wurden, gelang mit Blauwestad ein Landschaftsprojekt der Trockenlegung des Ijesselmeerpolders – ein See als Herzstück und ein spektakuläres Wohn-und Naturgebiet. Groningen grenzt an das Lauwersmeer, die Lauwerszee wie sie auf Niederländisch heißt. Dieses Binnenmeer ist etwas für Naturfreunde und Menschen, die das Ursprüngliche suchen. Nur in den beiden Ferienparks ist es etwas quirliger, ansonsten kann man hier sehr gut einen ruhigen Holland Urlaub verbringen.

Historische Highlights Groningens

So neuartig und gewagt in Groningen Projekte angeschoben und zum Erfolg geführt werden, so beindruckend ist auch sein historisches Gewand. Immer wieder führen Kanu-, Boots-, Rad-und Wandertouren zu ehemaligen Adelssitzen, Festungen, Klöstern, Hünengräbern und Mühlen. Die Marsch ist durchzogen von Bockwindmühlen, Getreidemühlen, Schöpfmühlen und Holländermühlen. Selbst die Ölmühle „De Hoop“ aus dem Jahre 1839 gibt sich, neu restauriert, im industriellen Erbenpark „De Hoop“ die Ehre. Entlang der vielen Wasserstraßen wartet die Provinz Groningen mit Überraschungen auf. So faszinieren auf dem verkehrsreichen Stadskanaal die Torfkähne. Die dazugehörige, bald 400 Jahre alte Geschichte der Urbanisierung der Moore und des Torfabbau, erklärt das Veenkolonial Museum in Veendam. Von Ter Apel aus führt eine Bootstour zur sternförmig angelegten Festung Bourtange. Bereits 1580, erteilte Wilhelm von Oranien den Auftrag etwas Einmaliges zu schaffen. Nie erobert und im Antlitz geschichtsträchtiger Treiben, malerischen Kulissen und erlebbarer Kultur, ist ihm dieses Unterfangen bis in die heutige Zeit hineinragend gelungen. Bereits aus dem 13. Jahrhundert stammt die ehemalige Festung Appingendam. Fürwahr lag diese Hafenstadt bis zum 14. Jahrhundert im Meer und steht als solche unter Denkmalschutz und beeindruckt mit Niederlandes schönster Kirche, der „Nicolaikerk“. Heute ist Delfzijl die drittgrößte Hafenstadt der Niederlande. Doch krönender Abschluss ist die Hanse-und Universitätsstadt Groningen selbst. Es ist eine Reise zu den verschiedensten Stilepochen der Architektur. Von Lebendigkeit getragen steht die Stadt Groningen heute zu ihrem umliegenden Land.